Ziele zu verlagern, löst kein Bedrohungsszenario

31 Mar

Nach den Anschlägen in Brüssel gibt es jetzt doch wirklich Rufe nach Zugangskontrollen zur Flughafenhalle selbst.

Was ich an diesen verqueren Ideen so faszinierend finde: wo auch immer man einen Stau erzeugt, ergibt sich eine grosse Gruppe Menschen, die sich als Ziel für ein Attentat anbietet.
Ich habe mich seit Jahren gefragt, warum eigentlich niemand die dichtgedrängten Mengen vor den Eincheckschaltern oder an der Sicherheitskontrolle als Ziel gewählt habe.
Nun ist genau das geschehen und die “Lösung” besteht darin, diesen Punkt räumlich weiter nach aussen zu verlagern? Mir ist es im Endeffekt doch völlig egal, ob ich im Flugzeug, beim Marathon, im Stadion, beim Einchecken oder bei der Eingangskontrolle der Flughafenhalle in die Luft gesprengt werde!

Wenn man sich tatsächlich auf rein physische Ansätze versteift: deutlich mehr Zugänge/Schalter, so dass auf keinen einzigen zu viele Menschen kommen. Z.B. 20 Schalter Economy Class, die auch ständig besetzt sind – ein A330 oder ähnliches kann ~ 300 Passagiere aufnehmen, also hätte man maximal 15 Leute pro Schlange.
Dann Blastwalls dazwischen, so dass maximal eine einzige Schlange getroffen werden kann.
Und warum wird sowas nie kommen? Weil es Geld kostet – weil Fluglinien und Flughäfen dann viel mehr Personal anstellen müssten, weil Flughäfen von Shoppinglabyrinthen zu Sicherheitszonen umgestaltet werden müssten. Kurz, weil Profite geschmälert würden.

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