Die russische Regierung kann Milliarden von Rubeln für Panzer ausgeben

12 May

wenn sie das denn will.

Für 19 Billionen Rubel will Präsident Putin neue Waffen anschaffen[.]
[…]
Für den neuen T-14 soll das Werk 400 Millionen Rubel pro Stück verlangt haben.

Kein Problem, oder? Schliesslich gibt die russische Nationalbank den Rubel aus – so lange nichts von ausserhalb eingekauft werden muss (und deswegen in Devisen bezahlt) gibt es keinerlei Problem. Der Spiegel rafft das natürlich nicht:

[U]mgerechnet 350 Milliarden Euro.
[…]
Das sind umgerechnet 7,2 Millionen Euro[.]
[…]
Der Staatshaushalt steht unter Druck, der Ölpreis ist niedrig, die Wirtschaft lahmt.

Es geht halt gerade nicht darum, wie viel diese Panzer in Euro kosten würden, denn die russische Regierung kauft eben keine in der Eurozone produzierten Panzer (und nach ihren Erfahrungen mit den französischen Hubschrauberträgern wird sie das bestimmt auch nicht planen). D.h. eben auch, dass es völlig egal ist, wie hoch der Ölpreis ist, denn Rubel erwirbt der russische Staat nicht durch Ölverkäufe, Rubel erzeugt er auf Tastendruck.

Falls die russische Regierung tatsächlich militärische Konfrontation mit Natotruppen erwartet und der T-14 tatsächlich so überlegen ist, wie das der Spiegelartikel suggeriert (und es sich nicht einfach nur um ein “Missile Gap“-Argument handelt), hindert sie nichts daran, diese Überlegenheit auszubauen.

Regierungen, die ihre eigene Währung ausgeben (also keine Regierung in der Eurozone), können sich IMMER ALLES kaufen, was in dieser Währung käuflich ist.

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