Was haben die denn geraucht?

23 Mar

Laut Spiegel Online langt das Instituts für Weltwirtschaft (IfW), richtig zu:

Aufgrund der starken Aufschwungkräfte werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) über mehrere Jahre hinweg stärker zulegen als das Produktionspotenzial. Erst 2019 könnte sich der BIP-Zuwachs wieder spürbar verlangsamen.
[…]
Die Preise dürften in den kommenden Jahren merklich anziehen, sagen die IfW-Forscher voraus. Die Inflationsrate könnte sich bis 2019 der Drei-Prozent-Marke nähern.

Es gibt keinerlei Anzeichen für irgendwas davon: das Wirtschaftswachstum in Deutschland kriecht vor sich hin, von Resteuropa ganz zu schweigen, die Inflation schwächt sich mehr und mehr ab und ist in vielen Ländern schon reine Deflation und der Lohnabschluss, den die IG Metall grad unterschrieb, ist auch nicht toll.

Das Ganze basiert nur auf einem fehlerhaften theoretischen Gebäude und wenn dann nichts davon eintrifft, wird’s wieder keiner zugeben.

Und ist ja nicht so, als sei dieser Schwachsinn neu, wie ausgerechnet die FAZ nachweist:

„Ich glaube, dass die Inflationsrate stark steigen wird: über fünf Prozent. Alle Erfahrungen zeigen, dass Länder, die hoch verschuldet sind, zur Inflation neigen.“

Joachim Starbatty, Wirtschaftsprofessor, 22. April 2010.

„Wenn wir innerhalb der nächsten zehn Jahre keine starke Inflation bekommen, gebe ich mein Diplom als Bonner Volkswirt zurück und bin bereit, alles neu zu lernen. 2013 wird der Index der Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt zwischen 2,0 und 2,4 Prozent steigen.“

Thilo Sarrazin, ehemaliger Bundesbank-Vorstand, 30. Dezember 2012.

„Ich rechne für Deutschland in den kommenden Jahren mit bis zu vier Prozent Inflation.“

Jürgen Stark, ehemals EZB-Direktoriumsmitglied, 5. Juli 2013.

„Die Konsequenz wird schlussendlich Inflation sein. Aber das ist ein Preis, den wir für Europa zahlen werden müssen.“

Anshu Jain, Ko-Chef der Deutschen Bank, 16. September 2013.

„Wir rechnen mit drei bis vier Prozent Inflation über mehrere Jahre. Schon 2013 wird eher eine Drei als eine Zwei vor dem Komma stehen.“

Bankhaus Metzler, 23. September 2013.

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