Archive | October, 2014

Neonazis vs. Salafisten – Wer ist der Dümmste im ganzen Land?

27 Oct

Paranoia City

Es ist wirklich erstaunlich! Da rotten sich in Köln 2500 Neonazis und Hooligans zusammen um gegen Salafisten zu demonstrieren. Kann ich grundsätzlich nachvollziehen, denn ich halte Salafisten (ebenso wie Neonazis) für komplette Vollidioten, nur die Demo fand aus den falschen Gründen statt. Es wurde aus engstirnigem Hass und Angst vor dem Fremden demonstriert. Nicht etwa, weil man das Vorgehen der anderen ablehnt. Denn seien wir mal ehrlich, im Kern sind sich beide Seiten sehr ähnlich.

Zum Einen leben beide in der Vergangenheit. Die Nazis sehnen sich 70 Jahre zurück, die Salafisten ins 7. Jahrhundert. Da war die Welt noch in Ordnung! Alles was einem nicht in den Kram gepasst hat, wurde ohne viel Federlesens einen Kopf kürzer gemacht. Das Leben war einfach. Es gab nur schwarz und weiß, gut und böse, Wir und Die. Damit kann man auch als Dumpfbacke ganz hervorragend umgehen und muss sich keine großen Gedanken machen…

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Wird eher nix mit den deutschen Wachstumszielen

6 Oct

Um 5,7 Prozent sind die Aufträge der deutschen Industrie im August weggebrochen[.]

Geschenkt, denn

Die späte Lage der Schulferien habe die Aufträge im Juli ungewöhnlich hoch und im August ungewöhnlich niedrig ausfallen lassen, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium.

(Wobei anzumerken ist, dass das unerwähnt blieb, als die MSM den Anstieg im Juli feierten.) Allerdings liegt darunter ein Symptom, dass Flassbeck schon die ganze Zeit anmerkt und dass dem deutschen Wachstum ganz schön Bauchschmerzen bereiten wird:

Besonders schwach war die Nachfrage aus dem Ausland, sie fiel im August um 8,4 Prozent. […] Am deutlichsten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen. Hier gab es ein Minus von 8,5 Prozent.

Nachdem die Binnennachfrage ja schon ewig nicht mehr wächst, geht jetzt auch das Ausland in die Knie (und die deutsche Bundesregierung, unter Zuhilfenahme der EU-Kommission, arbeitet intensiv daran, diesen Prozess zu beschleunigen), und Investitionen werden eh keine mehr getätigt. Mal sehen, was von den Prognosen von Anfang des Jahres übrig bleiben wird.

 

Edit: Yep, Flassbeck tritt (verdientermassen) nach:

Nun ist eingetreten, was viele angeblich überrascht (siehe dazu die FAZ oder das Handelsblatt), was wir aber vorausgesagt haben: Die Daten des Auftragseingangs in der deutschen Industrie für August, die gestern vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wurden, zeigen eine stark rückläufige Tendenz (-5,7 Prozent).
[…]
Und auch unsere zweite Vermutung, dass das Bundeswirtschaftsministerium in seiner Pressemitteilung zu den Auftragseingängen dieses Mal die späte Lage der Sommerferien als (nämlich negativen) Einflussfaktor nennen würde im Gegensatz zu seiner Kommentierung der verblüffend guten Juli-Werte (dort hätte das den Jubel über die positive Entwicklung wohl gestört), hat sich bewahrheitet.

Immer wieder beeindruckend, wie Ethik nicht so wichtig ist

2 Oct

Die TAZ hat eine Kolumne namens “Was fehlt” und vor zwei Wochen schrieb die über eine Umfrage unter Veganern:

Vegan.eu befragte 1071 vegan lebende Personen im Alter von 16 bis 83 Jahren, unter ihnen 70% Frauen und 30% Männer, ob sie bereits Ausgrenzungen oder Diskriminierungen wegen ihrer veganen Ernährungen erlebt hätten.

Lediglich 7,3% der Befragten vegan lebenden Personen verneinten diese Frage. Demgegenüber gaben entsprechend mehr als 92% der befragten Veganer an, Ausgrenzung oder Diskriminierung zu kennen.

Am häufigsten beklagt wurden Verspottung (92,1%), der Vorwurf des Extremismus (71,7%) und die Forderung, ein nicht veganes Gericht zu essen (48,5). Seltener berichtet wurde über allgemeine Beschimpfungen (24,9%), Vorwürfe des Kindesmissbrauches (19,7%), sowie Kontaktabbrüche oder Ausladungen (17,8%). Demgegenüber schilderten nur sehr wenige der Befragten Bedrohungen (2,1%) oder gar körperliche Angriffe (0,3%).

und machte sich darüber lustig – also, die TAZ:

Geradezu unmenschliche Auswüchse wie Verspottung (92,1 Prozent) und allgemeinen Beschimpfung (24,9 Prozent), werden von moderaten Maßnahmen wie Extremismusvorwurf (71,7 Prozent), Bedrohung (2,1 Prozent) und körperlichem Angriff (0,3 Prozent) flankiert.

Nun stelle man sich mal vor, die Entscheidung, sich auf eine bestimmte Weise zu ernähren, wäre nicht ethisch, sondern anderweitig begründet, z.B. religiös. Und weiterhin, dass sich derart Ernährende deswegen verspottet, als Extremisten bezeichnet usw. würden. Würde die TAZ dann auch ihre Häme ausschütten oder ist traditioneller, institutionalisierter Aberglaube ok?

Allerdings kann man von jemandem, der mit einem Irrtum anfängt:

Der Veganer hat es nicht leicht: Er darf keinerlei leckere Sachen essen[.]

wahrscheinlich auch nix anderes erwarten.