Spiegel wieder mal als Propagandainstrument

2 Aug

Aber nur weil der Spiegel ab und an tatsächlich informiert, heisst ja nicht, dass er seiner Hauptaufgabe nicht weiterhin nachkommt. Das kann ganz unverfroren sein, wenn geschrieben wird:

Japans Schuldenproblem verschlimmert sich.

Für das Land ist das fatal.

Sieht man sich die relevanten wirtschaftlichen Daten an (Arbeitslosenquote, Wirtschaftswachstum) oder auch das Vertrauen der Finanzmärkte (Zinsen auf Schuldverschreibungen), dann sieht das Land besser aus als Deutschland, die Eurozone oder ganz speziell die kaputtgesparten Griechenland, Spanien, Portugal etc. Deswegen wird vom Spiegel auch nicht argumentiert, sondern nur Angst herbeigeschrieben.

oder auch versteckt, z.B. wenn der Spiegel über den Prozess zu den NSU-Morden schreibt – ganz speziell darüber, wie die Ermittlungen sich auf Beziehungstat, Blutrache oder organisiertes Verbrechen versteiften, aber Fremdenfeindlichkeit nie berücksichtigten. Dabei wird die Tochter eines der Opfer beschrieben:

Semiya Simsek strahlt vor Genugtuung….Semiya Simsek hat an den letzten Prozesstagen nicht teilgenommen, sie ist zurück in die Türkei gegangen, hat dort ihren Sohn Can geboren, das Verfahren aus der Ferne beobachtet.

und der Verantwortliche der Ermittlungen:

Albert V., 51, ein stattlicher Mann mit silbernem Haar und bayerischem Akzent, fasst den Mord an Semiya Simseks Vater sowie die Ermittlungen seiner Dienststelle in Beamtendeutsch zusammen. Er spricht frei, ohne einen Blick in den Aktenordner auf dem Tisch vor sich zu werfen.

Wer von den beiden ist nach der Einführung wohl sympathischer?

oder auch völlig haltlos, wenn über angezündete Bundeswehrlkws geschrieben wir und diese einerseits völlig unbelegt in Zusammenhang mit anderen Brandstiftungen gebracht:

Was die Sicherheitsbehörden jedoch beunruhigt, ist das Umstand, dass sich die Tat in eine Serie von ähnlich erscheinenden Anschlägen einzureihen scheint. Nur einen Tag vor der Attacke in Sachsen-Anhalt hatten Unbekannte ein Fahrzeug der Telekom in München in Brand gesetzt, am Donnerstag attackierte ein Trupp die Niederlassung von ThyssenKrupp in Hamburg.

und andererseits ohne Beleg Linksextremen zugeschrieben.

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