Wenn Die Linke nicht zu Kreuze kriechen will, kann man das ja trotzdem behaupten (und gleichzeitig Alternativlosigkeit beschwören)

26 Feb

Wenn eine Meldung den Titel “Rot-rot-grüne Signale: Linke buhlt um SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück” trägt und eingeleitet wird mit

Die Linkspartei bringt sich für das wichtige Wahljahr in Position: Führende Politiker sind offenbar bereit, SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück zu wählen. Rot-Rot-Grün sei denkbar, sagt Parteichef Riexinger. Allerdings stellt die Linke auch eine Reihe von kaum erfüllbaren Forderungen.

eingeleitet wird, dann erwartet man ja, dass Die Linke von sich aus auf den SPD-Kandidaten zugeht. Wenn man allerdings weiss, dass das Ganze vom Spiegel kommt, dann wird man gleich vorsichtiger.

Und siehe da:

Er halte nichts davon, vor Wahlen “alles Mögliche auszuschließen”, sagte der Parteivorsitzende Bernd Riexinger der “Bild am Sonntag”. Eine Koalition aus SPD, Grünen und Linke sei für ihn durchaus denkbar. Ob seine Partei Steinbrück wählen könne, hänge für ihn ausschließlich von Inhalten ab. Alles andere wäre “kindisch”.

Aha, der Herr Riexinger meint also, wenn die Inhalte stimmten, könne man zusammenarbeiten. Schon bisschen was anderes als das “Buhlen”, das Spiegel ausmacht, und von Riexinger wahrscheinlich nicht umsonst so formuliert, dass es auf die Fundamentalablehnung der SPD verweist. Und überhaupt:

Begonnen hatte die Debatte Ex-Linken-Chef Lothar Bisky. Er hatte seine Partei aufgefordert, sich für eine rot-rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl und einen Kanzler Peer Steinbrück zu öffnen….Wenn seine Partei klug wäre, sagte das Mitglied des Europäischen Parlaments der “Zeit”, würde sie Steinbrück zum Kanzler wählen.

Also der Ex-Chef, der nicht mal mehr Bundespolitik macht – und gleich noch impliziert, dass es dumm sei, den Neoliberalen auf den Schild zu heben. Und die kaum erfüllbaren Forderungen?

Ein Ausstieg aus der Rente mit 67, ein Abschied von den Hartz-IV-Gesetzen, eine friedlichere Außenpolitik.

Alles linke Themen, alles Mehrheitsmeinung in Deutschland – aber laut Spiegel mit der SPD nicht zu machen…

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